Das Erbrecht beinhaltet als Ausprägung des durch das Grundgesetz in Artikel 14 geschützte Recht zum Einen, Verfügungen über das Eigentum oder andere veräußerbare Rechte im Hinblick auf den eigenen Tod hin zu treffen.  Es regelt aber auch die Rechte desjenigen, der selbst begünstigt wird. Es geht also um die Rechts- und Vermögensnachfolge eines Erblassers auf andere Personen.

Dabei kommt das gesetzliche Erbrecht zum Tragen, wenn keine Verfügung von Todes wegen (Testament, letztwillige Verfügung, Erbvertrag) getroffen wurde, wenn dessen Anwendung ausdrücklich angeordnet wurde oder eine Verfügung von Todes wegen unwirksam ist, z. B. wegen Testierunfähigkeit des Erblassers. Nach den gesetzlichen Regelungen geht das Vermögen/der Nachlass auf einen oder mehrere Erben über, und zwar auf die nächsten Verwandten sowie den Ehegatten.

Soll die Erbfolge anderweitig gestaltet werden, ist eine Regelung durch eine Verfügung von Todes wegen erforderlich. Durch ein Testament kann geregelt werden, was mit dem Vermögen des Erblassers nach dem Tode geschehen soll.

Vor dem Hintergrund meiner jahrzehntelangen Erfahrung als Berufsbetreuer/-(Nachlass-)Pfleger bin ich insbesondere auch in der Lage, Fälle an der Schnittstelle Erbrecht/ Betreuungsrecht zu bearbeiten. Dabei geht es etwa um Sachverhalte, im Rahmen derer ein Betreuter - möglicherweise im Zustand der Testierunfähigkeit - ein Testament errichtet hat. Oder es soll ein gemeinschaftliches Testament/ein Erbvertrag widerrufen werden, der andere Ehegatte ist jedoch geschäftsunfähig.